Heizkörper richtig entlüften und einstellen
Luft im Heizkörper ist der häufigste Grund dafür, dass eine Wohnung trotz laufender Heizung nicht warm wird. Das Wasser kann nicht zirkulieren, weil sich im oberen Bereich des Körpers ein Gaspolster gebildet hat. Die Folge: Die Vorlauftemperatur steigt, der Verbrauch ebenfalls, aber die Wärme landet an der Wand statt im Raum. Wer einmal pro Heizperiode entlüftet, spart bares Geld und schont die Pumpe.
Zum Entlüften braucht man einen Entlüftungsschlüssel, einen Lappen und ein Gefäß. Zuerst dreht man die Heizung ab und wartet etwa zwanzig Minuten, damit sich der Druck beruhigt. Dann öffnet man das Ventil am oberen Ende des Heizkörpers langsam, maximal eine halbe Umdrehung. Zischt es, entweicht Luft; sobald ein gleichmäßiger Wasserstrahl austritt, ist das Ventil wieder zu schließen. Den Druck an der Therme prüft man anschließend und füllt bei Bedarf Wasser nach. Bei Fußbodenheizungen oder Systemen mit automatischem Entlüfter entfällt dieser Schritt.
Nach dem Entlüften geht es an die Einstellung. Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass jeder Heizkörper genau die Wassermenge bekommt, die er benötigt. Ohne ihn werden nahe gelegene Räume überversorgt, während entfernte Zimmer kalt bleiben. Dazu stellt man am Thermostatventil die Voreinstellung passend zur Raumgröße ein und dreht das Rücklaufventil am Heizkörper entsprechend. Wer unsicher ist, findet bei cosyraum.de praktische Hinweise zum Abstand zwischen Möbeln und Heizkörper, denn auch die beste Einstellung nützt wenig, wenn ein Sofa die Luftströmung blockiert.
Ein letzter Punkt betrifft die Gewohnheit. Thermostate regeln die Raumtemperatur selbst, ein ständiges Auf- und Zudrehen bringt nichts außer höheren Kosten. Wer tagsüber lüftet, dreht die Heizung kurz herunter, statt die Fenster dauerhaft zu kippen. Und wer die Entlüftung einmal im Herbst erledigt, merkt schnell: Die Wärme kommt dort an, wo sie gebraucht wird, und nicht an der Tapete.