Nachtlicht und Ladestation am Bett nachrüsten ohne Stemmarbeiten
Ein Nachtlicht und eine Ladestation direkt am Bett gehören für viele zu den Dingen, die man erst vermisst, wenn sie fehlen. Nachts im Dunkeln nach dem Lichtschalter zu tasten oder das Handy quer durchs Zimmer zum nächsten freien Stecker zu tragen, nervt auf Dauer. Wer zur Miete wohnt, scheut jedoch meist den Aufwand, weil man dafür normalerweise Schlitze in die Wand fräst und neue Leitungen legt. Das ist aber gar nicht nötig. Es gibt mehrere Wege, Strom und Licht an das Bett zu bringen, ohne die Bausubstanz anzutasten und ohne dass der Vermieter am Ende etwas zu beanstanden hat.
Die einfachste Lösung ist eine Steckdosenleiste mit integriertem USB-C-Anschluss, die man unauffällig unter dem Bett oder hinter dem Nachttisch positioniert. Von dort führt man ein flaches Kabel entlang der Fußleiste zur nächsten vorhandenen Dose. Wer es sauberer mag, greift zu Kabelkanälen, die sich in Wandfarbe streichen lassen und optisch kaum auffallen. Deutlich komfortabler wird es mit sogenannten Aufputz-Steckdosen, die man direkt auf die Wand setzt und über eine bestehende Leitung versorgt – vorausgesetzt, man findet eine nahe gelegene Dose, die sich anzapfen lässt. Wer sich unsicher ist, welche Variante zum eigenen Grundriss passt, findet in diesem Beitrag über Steckdosen und USB-C im Schlafzimmer nachrüsten eine gute Übersicht, die auch die rechtlichen Grenzen für Mieter erklärt.
Für das Nachtlicht braucht es ebenfalls keinen Elektriker. LED-Leisten mit Bewegungssensor oder dimmbare Nachtlampen mit Akku lassen sich per USB aufladen und halten je nach Nutzung mehrere Wochen. Wer eine Steckdose in Reichweite hat, kann auch auf Modelle mit Stecker zurückgreifen, die sich per Zeitschaltuhr steuern lassen. Besonders praktisch sind Kombigeräte, die als Nachtlicht dienen und gleichzeitig eine induktive Ladefläche für das Smartphone bieten. Sie stehen auf dem Nachttisch, benötigen nur eine einzige Steckdose und ersetzen mehrere Einzelgeräte. So bleibt die Oberfläche aufgeräumt, und das lästige Suchen nach dem Ladekabel entfällt.
Bevor man bohrt oder klebt, lohnt ein Blick auf die vorhandene Elektroinstallation. In vielen Altbauten sind die Leitungen alt, und eine zusätzliche Belastung kann problematisch werden. Ein kurzer Check durch eine Fachkraft schafft Klarheit und kostet wenig. Wer danach selbst Hand anlegt, sollte auf zugelassene Bauteile achten und die Verbindungen ordentlich ausführen. Auf diese Weise entsteht am Bett eine praktische Lösung, die sich beim Auszug rückstandslos entfernen lässt – und die dem Vermieter keinen Anlass gibt, die Kaution zu kürzen.